KUNST.PROJEKTE 

2027

2026

elastic.spaces.ltd

Work in progress

steady shift

2025


nasses.denken. 2024-25


Wasser durchfließt uns und jeden Gedanken
ein unsichtbares Strömen in den Windungen des Gehirns
wo es mit den elektrischen Impulsen tanzt
nasses.denken ist der unhörbare Fluss
der uns von innen heraus bewegt

Die Ausstellung nasses.denken bietet künstlerische Reflexionen einer Gruppe zeitgenössischer KünstlerInnen, die sich über ein Jahr hinweg intensiv mit der fluiden Beziehung von Wasser zu Körpern und Umgebung auseinandergesetzt haben. In einem räumlichen Dialog von Film, Objektkunst, Performance und interaktiven Medien werden  vielschichtige Dimensionen von Wasser erlebbar. Die Werke laden ein, die poetische und transformative Kraft des Wassers zu erspüren und zu hinterfragen, wie es als Fluss von Körper, Wahrnehmung und Welt um uns herum fungiert.
nasses.denken ist eine Auseinandersetzung mit den fluiden Grenzen zwischen Natur und Kultur, zwischen Innen und Außen… 



Als künstlerische Gruppe Pension Kosmopolit ** haben wir uns über ein Jahr hinweg diesem Thema genähert – theoretisch, sinnlich, praktisch. Jede*r für sich. Und gleichzeitig im ständigen Austausch. 


Unser Ziel war es nicht einheitlich zu arbeiten – sondern eine fluide Zusammenarbeit zu erforschen. Jede*r mit der eigenen Handschrift. Und doch verbunden. So wie Wasser: stets lokalisierbar  und immer Teil eines größeren Kreislaufs. 

 


2024

COME.CLOSER.

Come closer ist eine Einladung – zur Annäherung, zur Beziehung, zum gemeinsamen Erkunden von Nähe, Distanz und Raum.

Beates Hartmann Paravents:
Die Paravents sind körperlich, beweglich, leicht – sie laden ein.
Sie sind gleichzeitig Bühne und Kulisse, immer im Prozess, immer veränderbar – wir alle sind heute Kulissenschieberinnen.
Und auch wenn Paravents oft manches trennen, sollen sie heute verbinden – sie unterstützen uns, hier Raum für Begegnung zu gestalten.
Die Idee einer „Bauprobe“ aus dem Theater begleitet das Projekt – es gibt keine Premiere, keine Generalprobe, sondern laufend neue Aktionen. Ihr seid Teil davon, Mitgestaltende, keine bloßen Zuschauerinnen.

GabiG Grafiken/Malerei:
Gabi beobachtet und erforscht Strukturen, Systeme, Beziehungen – sie arbeitet künstlerisch mit dem, was oft unsichtbar ist: mit Zwischenräumen, Spannungen, Bewegungen, Verflechtungen.
In Come Closer geht es ihr um das Wahrnehmen des Unausgesprochenen, das Verborgene im Raum zwischen Menschen, Paravents und Situationen.
Entstanden sind grafische und malerische Momentaufnahmen – gefiltert durch ihre körperlich-subjektive Wahrnehmung. Sie zeigen Strukturen, die erst im Rückblick, im Übereinanderlegen der Zeit sichtbar werden.
Weiters sind CC Tanzskizzen von GabiG und MaxiGotan  ausgestellt..

Ein interaktiver Workshop mit Maxi Gotan bringt das Thema tanzend/ schreibend/ skizzierend mitten in der Ausstellung in Bewegung. 

Alex Borek zeigt ein Visual mit fließenden Beziehungsmustern – eine Einladung zum Eintauchen..

GabiG und BeateHartmann kennen sich seit vielen Jahren – die Zusammenarbeit begann in den 90ern im damaligen 20er Haus. Für das Projekt Come Closer haben sie sich wieder zusammengetan – ein inspirierender Ping-Pong-Prozess, der sich seit Mai Schritt für Schritt entwickelt hat.

Unterstützt von Maxi Gotan, Alex Borek, Sita Treytl, Tina Schelle und Andreas Kramer 



LIVING SCREEN,  Grafik/ Druck 2023/24 

Meine künstlerische Arbeit ist ein lebendiger Prozess. Sie speist sich aus der intensiven Beobachtung systemischer Zusammenhänge, Muster, Bewegungen und Beziehungen in meiner Umwelt. Mich interessieren das Sichtbare wie das Unsichtbare, das Faktische ebenso wie das Atmosphärische – das, was zwischen den Dingen liegt. 
 
Ich verstehe Kunst als meine erste lebende Fremdsprache – ein Denken in Materialien, Strukturen und Körpern. Sie ist für mich keine fertige Aussage, sondern ein offenes, organisches System: Fragend, tastend, provisorisch, im Fluss. Meine Werke sind Momentaufnahmen eines inneren, körperlich gefilterten Wahrnehmens – Skizzen eines lebendigen Dialogs zwischen Innen- und Außenwelt. 
 
In Serien und Werkkomplexen erforsche ich Themen wie Körper, Raum, Beziehung, Grenze, Verbindung – immer aus einer subjektiven Innenperspektive. Dabei entstehen Zeichnungen, Malereien, Texte und performative Prozesse, oft spartenübergreifend und prozessorientiert. 
 
Mich interessiert, wie sich Erfahrungen in Mustern verdichten, was sichtbar wird, wenn man Bilder übereinanderlegt, und wie sich das Unsichtbare – das Spürbare, Atmosphärische, Zwischenmenschliche – in Formen übersetzen lässt. 
 
Meine Arbeit bleibt bewusst offen, mehr Frage als Antwort. Sie lädt zur individuellen Resonanz ein – ein fluider Denk- und Wahrnehmungsraum, in dem sich Bedeutungen bewegen können. 



2023

tango.Bilder. 

Austtellung im Atelier SOL 2023ff, Sonnwendviertel Wien

Was geschieht, wenn Musik nicht nur gehört, sondern gespürt wird? 

Wenn sie durch Haut, Wasser, Raum wandert – und in Zellen nachklingt? 

 

Diese Arbeit beginnt im Unsichtbaren: in der Bewegung von Klang durch Körper, in der Berührung durch Frequenz. Wasser – dieses empfindliche, reagierende Element – wird zum Medium, zum Mitspieler. In digital bearbeiteten Fotografien zeichnen sich seine Reaktionen ab: Wellen, Schwingungen, Spiegelung, Verzerrungen.  

 

Die Bilder sind Echos. Spuren von etwas, das in Bewegung war – oder noch ist. 

Sie zeigen, wie Musik sich ausbreitet: im Raum, im Körper, zwischen Körpern. 

 

Tango, der nicht nur Bewegung ist, sondern Beziehung. Zwischen zwei Körpern entsteht ein Raum. Schwingung, Nähe, Spannung. Musik wird hier nicht interpretiert, sondern durchlebt – physisch, emotional, mikroskopisch, zellulär, … was wird geteilt, gespiegelt, initiiert, was verschwimmt…

 

Der begleitende Text spricht aus dieser Erfahrung heraus: 

ein poetisches Feld aus Wahrnehmung, Resonanz und Frage. 

wer hört und was in mir hört / wenn die musik schon durch dich ging / und jetzt mich durchdringt 



Making of…

2020 WasserProjekt

Gabi G. Wien | Mein Wasserprojekt (2020–2025)

Wasser ist mein Material, mein Thema, mein Element...
Seit 2020 forsche ich künstlerisch zu Wasser – als Element, als Lebensgrundlage, als Körperrealität, als Speicher von Erinnerung, Bewegung und Transformation.

Das Wasserprojekt ist ein offenes, fließendes Langzeitvorhaben, das sich in verschiedenen Formaten und Feldern bewegt: Fotografie, Installation, Textil, Performance, Social Media. Es ist Recherche und Ritual, Dokumentation und kollektive Praxis zugleich.

Ich interessiere mich für das Wasser im Menschen – im wörtlichen Sinn: unser innerer Wasserkreislauf, unsere Zellflüssigkeiten, unser täglicher Durchfluss von etwa zwei Litern. Und für das Wasser zwischen uns: die Verbindung, die durch Berührung, Austausch, Dialog entsteht. Mein künstlerischer Ansatz ist dabei oft körperlich, tastend, poetisch. Ich nenne das: nasses Denken.

Das Projekt im Rahmen von nasses.denken. umfasst mehrere Module:
Menschen werden mit „ihrem Wasser“ fotografiert. 
Wasserbälle mit unterschiedlichen Flüssigkeiten werden bewegt, berührt, betanzt – ohne nass zu werden. 
Textilbahnen fließen als raumgreifender Wasserfall durch Ausstellungsräume. 
Auf Social Media poste ich täglich Wasserbilder – als Antwort auf eine immer toxischere Bilderflut.

Wasser ist in meinem Werk immer mehr als Symbol. Es ist Material und Haltung zugleich.
Es geht um Zirkulation, Empfindung, Lebendigkeit.
Darum, wie wir mit dem Element Wasser in Resonanz treten – individuell, gesellschaftlich, künstlerisch.

Embodyment 

Studien zu viele.leben ,TangoSkizzen, Holzschnitte,  Kuklas, Monotypien,….

Meine künstlerische Praxis wurzelt im Körper. Nicht im Körper als Objekt – sondern als lebendigem Resonanzraum, als wissender Organismus, wie ihn Eugene Gendlin beschreibt. Der Körper, der mehr weiß als das Denken fassen kann. Der Körper, der Bedeutung trägt, bevor Worte entstehen. 

 

Ich arbeite mit dieser somatischen Tiefe – mit dem, was sich zeigt, bevor es benennbar ist: Sinnlichkeit, Bewegung, Beziehung, Schichtungen von Erfahrung. 

 

Dabei interessiert mich besonders das Frausein in seiner Körperlichkeit – nicht als festgelegte Kategorie, sondern als gelebter Prozess. Ich frage: Was heißt es, als Frau zu fühlen, zu denken, zu arbeiten, zu tanzen, zu wirken? 
Welche Bilder, Projektionen, Erinnerungen und Kräfte sind im Körper gespeichert – und wie lassen sie sich sichtbar machen, auflösen, verwandeln? 

 

Meine Arbeiten entstehen im Dialog mit dem Körper. Sie sind Spurensicherung, Suchbewegung, visuelle Übersetzung. Sie entstehen aus einem tastenden Lauschen auf den „Felt Sense“, auf das vage, noch nicht Sagbare. 

 

Ich bewege mich zwischen Grafik, Malerei, Fotografie, Performance und Text – und oft darüber hinaus. Mich interessiert das, was sich der Festlegung entzieht: das Flüchtige, das Werdende, das Unabschließbare. 

 

Meine Kunst fordert Raum für das subjektive Erleben, für das Körperwissen, für das Ungehörte. Sie schafft Bilder, die nicht fixieren, sondern fragen. 

 

Sie ist ein Beitrag zur Rückeroberung der Innenwelt – als politische, poetische und leiblich verankerte Praxis. 



viele.leben 2015

Ausstellung im Kollektiv, Konzept 

Diese Ausstellung war eine Einladung, ein Netzwerk zu betreten. Ein Gewebe aus Beziehungen, Erinnerungen, Rollen und Lebensphasen. 

 

Ich habe Menschen eingeladen, die mich auf meinem Weg begleitet haben – als Freundinnen, Geliebte, Weggefährtinnen, Kolleg*innen, Schwester, Spiegel. Es sind Begegnungen, die mein Leben geprägt, durchdrungen und gestaltet haben – zarte, seichte, tiefe, verwobene Verbindungen über viele Jahre hinweg. 

 

In den Arbeiten wird sichtbar, was oft unsichtbar bleibt: Das feine Geflecht zwischen uns. Die Geschichten, die sich zwischen den Zeilen abspielen. Die Rollen, die wir geteilt und gewechselt haben – manchmal gleichzeitig. 

 

Mich interessiert das Systemische in Beziehungen: Wie wirken wir aufeinander ein? Welche Spuren hinterlassen wir im Leben anderer – und sie in uns? Wie zeigt sich Nähe, Veränderung, Kontinuität in künstlerischer Form? 

 

Entstanden ist eine Sammlung von Werken, die diesen Raum zwischen uns erfahrbar machen – als Skizzen, Malerei, Spuren, Schichtungen, Intallationen und Fragmente. Es sind keine Arbeiten im rein klassischen Sinn, sondern in diesem Fall Momentaufnahmen eines lebendigen Prozesses. 

 

Die Ausstellung ist eine Hommage an die Zeit, das Gemeinsame, das Unsichtbare, das Geteilte. 

 

Ein Versuch, lebendige Beziehung als künstlerisches Material ernst zu nehmen – und sichtbar zu machen, wie reich und vielstimmig ein gelebtes Leben sein kann, wenn man es als Netzwerk begreift. 



unheimlich schön 2002

Fotoausstellung, Wels 

unheimlich schön, 2002
Fotoobjekte

unheimlich schön, 2002
Fotoobjekte

unheimlich schön, 2002
Fotoobjekte

Zwischen den Bildern

Eine Ausstellung über das Sichtbarwerden des Zufalls


Diese Ausstellung widmet sich den Aufnahmen, die normalerweise aussortiert werden. Den Bildern, die nicht geplant waren – entstanden zwischen zwei bewusst gesetzten Momenten.


Es sind Fotos, die beiläufig entstanden sind: verwackelte Ausschnitte, Bilder aus der Bewegung heraus, Aufnahmen aus der Handtasche, zufällige Lichtspiele, halbe Gesten.


Gerade weil sie keinem klassischen Bildideal folgen, öffnen sie einen anderen Blick: auf das Unabsichtliche, das Vorbeiziehende, das beiläufig Schöne.


Diese Bilder sind visuelle Notizen eines Lebens in Bewegung. Sie fangen Stimmungen ein, die sich oft erst beim zweiten Blick erschließen – und manchmal längst aus dem bewussten Gedächtnis verschwunden waren.


Was passiert, wenn wir dem Zufälligen einen Rahmen geben?

Wenn wir dem Ungeplanten Raum schenken?


„Zwischen den Bildern“ macht sichtbar, dass Erinnerungen nicht nur im Zentrum entstehen – sondern oft an den Rändern.



alte geschichten 2000

Holzbilder gemalt und gefräst
Öl und Acryl auf Holz

Was sich erinnert/ Bilder aus einer anderen Richtung


Manche Geschichten drängen sich nicht auf.

Sie stehen nicht in Büchern, tauchen nicht in Fotoalben auf –

und doch sind sie da. Hartnäckig.

Manchmal kratzen sie von innen an die Haut.


Diese Arbeiten auf Holz sind wie Fundstücke aus einer anderen Zeit.

Oder einem anderen Raum.


Irgendwo zwischen Erinnerung, Imagination und – … –

haben sich Bilder gezeigt, die nicht „erfunden“ sind,

sondern eher aufgetaucht.

Alle eigenwillig.


Sie erzählen von Ereignissen, die nicht im Kalender stehen,

von Erfahrungen, die sich nicht ganz zuordnen lassen –

aber offenbar wichtig genug waren, um ihren Weg aufs Holz zu finden.


Diese Ausstellung ist eine Einladung, gemeinsam zu erleben,

was sich zeigt, wenn man der Erinnerung erlaubt, aus einer anderen Richtung zu kommen.

Zielscheiben 1990

Arbeitsstipendium des Bundes

Vorstudie

Fotoobjekte
Torbandstahl

Theseustempel
Rauminstallation 

Zielscheiben

Fünf Zielscheiben.

Jede mit fünf Bildern.

Und zu jeder Scheibe fünf geschliffene Messer.


Diese Installation arbeitet mit dem scharfen Schnitt zwischen Bild und Erwartung.

Denn kaum erscheint etwas im Leben – ein Moment, ein Mensch, eine Bewegung –

wartet bereits ein inneres Bild darauf, es einzuordnen.

Ein Bild, das vorgibt, wie etwas „zu sein hat“.

Ein Raster, das wir nicht gewählt haben,

aber das mit uns mitgewachsen ist.


Die Bilder dieser Arbeit überlagern sich.

Sie kämpfen um Sichtbarkeit.

Sie konkurrieren um Wahrheit.

Für die Betrachtenden stellt sich unweigerlich die Frage:
Wo stehe ich ?

Welchem Bild glaube ich?

Welches werfe ich an?
Werfe ich überhaupt ?

Und welches will ich vielleicht treffen?


Die Zielscheibe ist dabei mehr als ein Objekt –

sie ist Spielfeld und Spiegel zugleich.

Sie ist das, worauf wir zielen –

aber auch das, was uns bereits im Blick hat.

Was passiert, wenn sich das Bild nicht trifft?

Oder wenn das Messer daneben geht?


Zwischen der Schärfe der Waffe und der Weichheit des Bildes entsteht ein Spannungsfeld,

das mit Zuschreibungen, Rollenbildern und Sichtbarkeiten spielt.

Die Messer sind real – aber auch metaphorisch:

für den Blick, der durchdringt,

für die Zuschreibung, die trifft,

für die Geschichte, die sich wiederholt.

Nicht zuletzt auch für familiäre Narrative,

die sich wie Zielscheiben in der Biografie aufstellen –

bereit getroffen, bereit verletzt, bereit umgeschrieben zu werden.


Diese Installation ist eine Einladung zur scharfen Wahrnehmung:
Welche Bilder sind da obwohl versteckt ?

Wie viele Bilder übereinander braucht es,

bis wir eines erkennen, das wirklich uns gehört?




Design 1989 ff

Prototypen und Serien

Salz und Pfeffer,
Messing gedrückt

1989

Stehlampe
Stahl, Textil

1989

Fisch Tisch
Birke, Silber, Glas

1989

Ausstellungen/ Projekte/Auswahl


1989 „Spurensuche“/ Design  Wien, Graz, Dornbirn

1989 „Inside“/ Design Wien

1989 „Konfrontationen“ , Akademie für Bildende Kunst Wien

1991 „Objektdesign“, Messepalast Wien

1992 „zielscheiben“, Theseustempel Wien

2002 „unheimlich schön“, Kunstraum Wels

2014 „bewegt“, Wasserturm Wien

2015 „Viele.Leben“ , Galerie Kandinsky Wien
2020 „Wasserprojekt-Start“, 
2023 „tangoBilder“, Atelier SOL Wien
2024 „COME CLOSER“, Kunsttankstelle Wien 
2025 „nasses.denken“, Kunsttankstelle Wien
2026 „elastic.spaces.ltd“